Was ist eine Liegenschaftskarte?

Der Begriff Liegenschaftskarte ist mit der Flurkarte bzw. Katasterkarte gleichzusetzen. Diese Karten sind im Immobilienbereich ein wichtiger Parameter, insbesondere bei der Kauf oder dem Verkauf von Immobilien.

Was ist eine Liegenschaftskarte?

Bei den Liegenschaftskarten handelt es sich um eine maßstabsgetreue Darstellung von allen Flurstücken und Gebäuden in einem bestimmten Gebiet. Die Flurkarten werden in je nach Bebauungsdichte und Grundstücksgrößen in verschiedenen Maßstäben darstellt. Die üblichen Anfertigen verfügen über einen Maßstab von 1:500 bzw. 1.000. Im Bereich der Immobilienbewertung ist dieses Dokument von zentraler Bedeutung, sodass der Käufer bei einem geplanten Kauf von einer Immobilie die Katasterkarte im Vorfeld sichten sollte.

Wozu werden die Liegenschaftskarten benötigt?

Da die Liegenschaftskarte als amtlicher Nachweis für die Lage der Immobilien inklusive der vorhandenen Grundstücksgrenzen gilt, wird dieses Dokument bei dem Kauf einer Immobilie benötigt. Das Dokument ist in einer Funktion die amtliche Kartenvorlage für Eintragungen im Grundbuch. Im Grundbuch werden zusätzlich zu den Eigentumsverhältnissen Rechte und Pflichten des jeweiligen Grundstückes fixiert.
Für den Einblick in eine Flurkarte kann der jeweilige Eigentümer bzw. berechtigt Interessierte das Dokument bei dem zuständigen Katasteramt anfordern. Durch die mittlerweile erfolgte Umstellung von analogen Katasterkarten zu digitalem Kartenmaterial kann dieses Dokument kann jeder auch online das gewünschte Kartenmaterial bestellen.

Welche Inhalte stehen in einer Flurkarte?

Inhatlich enthalten die Katasterkarten unter anderem folgende Angaben:

– die Nummern der einzelnen Flurstücke
– die Grundstücksgrenzen
– die Grenzen der Gemeinden
– die Nutzungsarten des Bodens
– etwaig vorhandene Bodenschätzungsdenkmale
– die Blattrahmen mit den dazugehörigen Nummern der Flurstücke, den Bezeichnungen der Gemarkungen und dem in der Flurkarte genutzten Maßstab.
Zusätzlich können bei Vorhandensein in den Liegenschaftskarten weitere topografische Besonderheiten wie Mauern, Hecken oder Zäune enthalten sein.

Was kostet eine Flurkarte?

Die Kosten für die Flurkarten liegen im Bereich von 15 bis ca. 60 Euro. Die Kostenhöhe variiert je nach Art und Größe der Karte selbst. Bzgl. der exakten Kosten sind die örtlich zuständigen Vermessungs- und Katasterämter aussagekräftig. Wenn Flurstücke in der
Nutzungsart geändert werden, Lagebezeichnungen geändert werden oder die Vereinigung von Flurstücken erfolgt, sind diese grundsätzlich gebührenfrei.

Wo erfolgt die Beantragung von einer Liegenschaftskarte?

Die Beantragung der Flurkarten erfolgt über das zuständige Liegenschaftskatasteramt. Die Beantragung kann formlos über die Post, ein Fax, eine E-Mail oder persönlich in dem zuständigen Amt realisiert werden. Die Bezahlung der Gebühren kann vor Ort in Barzahlung erfolgen oder als Rechnung beglichen werden. Bei der Bearbeitungszeit gibt es keine grundsätzliche Frist, im Regelfall wird die Karte innerhalb von fünf bis zehn Werktagen erstellt.

Handelt es sich bei einer Flurkarte um einen amtlichen Lageplan?

Zwischen einer Liegenschaftskarte und dem amtlichen Lageplan gibt es Unterschiede. In der Flurkarte werden die Flurstücke und Gebäude, geführt durch das Katasteramt, dargestellt. Zudem steht dieses Dokument für das gesamte Bundesgebiet Deutschlands zur Verfügung.
Der amtliche Lageplan hingegen wird individuell von einem öffentlich bestellten Ingenieur
erstellt. Die Erstellung erfolgt in Bezug auf ein konkretes Baugrundstück, sodass auch die exakten Gegebenheiten vor Ort durch das Vermessungsteam aufgemessen werden. Inhaltlich ist der amtliche Lageplan deutlich umfangreicher, sodass bspw. Geländehöhen oder Bäume mit berücksichtigt werden. Für einen Bauantrag sind Flurkarte und amtlicher Lageplan erforderlich.

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